Kuren

Offene oder ambulante Badekur

Wir unterscheiden zwischen den folgenden Kuranwendungen

ortsspezifische: Meeresklima, Meer- und Wannenbäder, Meerwasserbewegungsbäder, Nordseewasser-Inhalationen, Schlickpackungen, Wattlaufen

ergänzende: Atemgymnastik, Bewegungstherapie, Krankengymnastik, Bewegungsbäder, Massagen in den verschiedenen Formen einschließlich Lymphdrainage, Luftsprudelbäder mit Zusätzen, Elektrotherapie, Nordseewasser-Einzel- und Gruppeninhalation, Thalassotherapie

spezielle: Sauna, Entspannungstraining, Ausdauertraining

Antragsformulare
Kuren mit Hilfe der Sozialversicherungsträger sind nach wie vor möglich. Alle 2-3 Jahre können Sie eine sogenannte „Ambulante Badekur“ bei den Krankenkassen beantragen. Dafür müssen Sie gemeinsam mit Ihrem Hausarzt einen Antrag stellen. Ihr behandelnder Arzt schickt die ausgefüllten Formulare anschließend an die zuständige Krankenkasse bzw. Rentenversicherung. Bitte beachten Sie beim Ausfüllen Ihre Begründung. Die offene Badekur kann zum Einen eine Krankheitsverhütung darstellen (z. B. Bewegungsstörungen, Muskelspannungsstörungen, Kopfschmerz usw.). Bei einer bestehenden chronischen Erkrankung soll hingegen die Schädigung  (z. B. Schultersteife, dauerhafter Wirbelsäulenschmerz) mit den daraus resultierenden Funktionsstörungen (z. B. Treppensteigen, Socken anziehen) im Kurantrag eingetragen werden. Bei eventueller Ablehnung haben Sie die Möglichkeit, schriftlichen Widerspruch einzulegen. Dies geschieht am besten in Zusammenarbeit mit Ihrem Hausarzt.

Bewilligung
Je nach Krankenkasse werden bei Bewilligung Anteile der entstehenden Kosten übernommen. Klären Sie rechtzeitig vor Kurantritt Art und Höhe der Kostenübernahme. Die genauen Anteile erfahren Sie bei Ihrer Krankenkasse. In der Regel wird eine dreiwöchige Kur bewilligt. Sobald Sie die Bewilligung von der Krankenkasse erhalten haben, sollten Sie diese bei einem Badearzt vor Ort – in unserem Fall bei Herrn Dr. Messner in Bensersiel oder einem anderen Badearzt in Esens – einreichen. Nach einem ersten Gespräch mit Ihrem Badearzt kann dieser Ihre Verordnung erstellen. In unserem Kurmittelhaus können Sie dann die verschriebenen Anwendungen in Anspruch nehmen.

Physiotherapie auf Rezept
Behandlungsformen aus der Physiotherapie wie Massagen, Krankengymnastik, Fango usw. können auch von Ihrem Hausarzt bzw. einem ansässigen Arzt am Kurort über Chipkarte verordnet werden. Rezepte vom Hausarzt können jederzeit mitgebracht werden. Unsere Einrichtung ist für alle Krankenkassen zugelassen! Bitte nutzen Sie die Möglichkeit, Termine vorzubuchen. Wichtig: Rezepte, die Sie von Ihrem Arzt mitbringen, dürfen nicht älter als 10 Tage sein, es sei denn Ihr Arzt legt den späteren Behandlungstermin auf der Verordnung fest. Achten Sie darauf, dass die Diagnose und die Leitsymptomatik aufgeführt sind. Übrigens: Ihre eigene Zuzahlung zur ambulanten Vorsorgeleistung beträgt 10 €.

Tun Sie gerade jetzt etwas für Ihre Gesundheit. Gesundheit und Leistungsfähigkeit sichern Ihre Zukunft. Bedenken Sie, eine Kur ist die natürliche Art, etwas für seine Gesundheit zu tun.

Wissenswertes über die Kur
Lieber Kurgast,
die anhaltende Diskussion um die Reform der Krankenversicherung (Gesundheitsstrukturgesetz) hat manchen Gast verunsichert und die Frage aufgeworfen, ob und wie Kuren von den Krankenkassen noch bezuschusst werden. Deshalb informieren wir Sie über die Möglichkeiten, Kostenersatz oder Zuschüsse für Kuren von Ihrer Krankenkasse zu erhalten. Die freie (offene) Badekur – im Gesetz ambulante Vorsorgekur- gibt es nach wie vor! Dafür werden von Ihrer Krankenkasse folgende Leistungen gewährt:

  • Für Ihren Kur- oder Badearzt erhalten Sie nach wie vor einen Badearztschein. Die gesamten ärztlichen Leistungen während Ihrer Kur werden wie bisher von Ihrer Krankenkasse übernommen.
  • Für die Unterkunft, Verpflegung und Kurtaxe erhalten Sie einen Zuschuss von bis zu 13,- € pro Tag (je nach Krankenkasse).
  • Für die ärztlich verordneten Kurmittel (Bäder, Massagen etc.) übernehmen die Krankenkassen 85 % der Kosten.

Über Einzelheiten informiert Sie Ihre Krankenkasse, bei der Sie rechtzeitig vor Antritt Ihrer Kur einen Kurantrag stellen sollten. Dort erhalten Sie alle notwendigen Auskünfte und auch die Antragsformulare. Nach wie vor ist es Sache des behandelnden Arztes, die Dringlichkeit einer Badekur zu bescheinigen und einen Kurort auszuwählen, in dem die geeigneten Kurmittel vorhanden sind. Auch der Badearzt kann eine Kur in die Wege leiten.

Übrigens:
 Durch die Empfehlung von Badekuren entlasten die Ärzte ihre eigenen Heilmittelverordnungen und das Heilmittelbudget der Ärzte insgesamt.

Zusammenfassung:

Kuren mit Hilfe der Sozialversicherungsträger sind nach wie vor möglich. Besprechen Sie die Absicht, eine Kur durchzuführen, mit Ihrem Arzt und Ihrer Krankenkasse. Klären Sie rechtzeitig vor Kurantritt Art und Höhe der Kostenübernahme.
Tun Sie gerade jetzt etwas für Ihre Gesundheit. Gesundheit und Leistungsfähigkeit sichern Ihre Zukunft. Bedenken Sie, eine Kur ist die natürliche Art, etwas für seine Gesundheit zu tun.